Leitbild

Leitbild der katholischen Schulen in Hamburg

Die katholische Kirche weiß sich seit jeher mitverantwortlich für die Erziehung und Bildung junger Menschen in Familie, Kirche, Staat und Gesellschaft. Daher engagiert sie sich in Hamburg für die Gestaltung eigener Schulen. Vor allem durch ihre Schulen ist die Kirche in unserer Gesellschaft gegenwärtig und wirksam. Die katholischen Schulen werden im pastoralen Auftrag des Erzbistums vom Verband der röm.-kath. Kirchengemeinden in der Freien und Hansestadt Hamburg getragen.

Wer sind wir?

Die katholischen Schulen sind als Orte der Erziehung und Bildung ein pädagogisch gestalteter Lern- und Lebensraum und im Pastoralen Raum ein Ort kirchlichen Lebens. Er gewinnt sein besonderes Profil dadurch, dass das Miteinanderlernen und -leben auf der Grundlage des christlichen Glaubens geschieht.

Sie sind ein Angebot an Eltern und jungen Menschen, die eine im katholischen Glauben wurzelnde und am christlichen Menschenbild orientierte Bildung und Erziehung bejahen und wünschen. Die katholischen Schulen tragen zu einem ökumenischen Gespräch bei.
Alle am Schulleben Beteiligten tragen durch ihr persönliches Engagement zum Gelingen einer christlichen Schulgemeinschaft bei. Als Räume gelebter Christlichkeit bieten die Schulen eine besondere Chance der Einübung, Erprobung und Bewährung des Glaubens. Hierfür ist das Vorbild der Lehrerinnen und Lehrer von besonderer Bedeutung.
Aus diesen grundlegenden Erfahrungen können die jungen Menschen Mut und Kompetenz gewinnen, sich in eigener Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu engagieren.
Im Sinne der Chancengerechtigkeit bieten die katholischen Schulen in Hamburg ein flächendeckendes, umfassendes und differenziertes Bildungs- und Erziehungsangebot ohne besondere Zugangsbedingungen. Dadurch erreicht die Kirche die Mehrheit der Kinder aus katholischen Familien in Hamburg.

Was wollen wir?

Katholische Schulen engagieren sich für eine ganzheitliche Erziehung, die den Menschen mit all seinen Kräften und Begabungen anspricht, fördert und unterstützt, die offen ist für die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft und die auf den Wertvorstellungen des christlichen Welt- und Menschenbildes basiert. Die katholischen Schulen sind der Gerechtigkeit, dem Frieden und der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet.
Zur ganzheitlichen Erziehung gehört grundlegend die christliche Gestaltung des schulischen Lebens, die in Gebet, Gottesdienst und Mitfeier des Kirchenjahres ihren Ausdruck findet.

Die katholischen Schulen in Hamburg leisten einen hohen integrativen Beitrag für das Miteinanderlernen und -leben von Schülerinnen und Schüler aus vielen Nationen und sind damit ein deutliches Zeichen der Weltkirche.

Die katholischen Schulen nehmen die jungen Menschen nicht nur als Lernende wahr, sondern versuchen sie in ihrer gesamten Persönlichkeit und ihrem sozialen Umfeld zu erfassen. Sie bieten Förderung und Hilfestellung an.

Die Sicherung der Qualität von Unterricht und Erziehung ist Voraussetzung für gute pädagogische Arbeit der Katholischen Schulen. Darauf beruht ihre Wertschätzung in der Elternschaft und ihr besonderer Ruf in der Hamburger Schullandschaft.

Wie arbeiten wir?

Die katholischen Schulen verstehen sich als Schulverbund. Sie kooperieren eng miteinander und ermöglichen fließende Übergänge zwischen den Schulformen. In gegenseitiger Solidarität und Kommunikation arbeiten sie eng zusammen.
Das dialogische Miteinander, die Mitverantwortung und der Grundkonsens aller am Schulleben Beteiligten prägen wesentlich Unterricht und Schulklima der katholischen Schulen in Hamburg. Sie leben von dem besonderen Engagement der Beteiligten füreinander.

Die katholischen Schulen sind eingebunden in die Gemeinden und erfüllen dadurch mitverantwortlich Aufgaben des Erzbistums. Sie öffnen den Blick für die weltweiten Aufgaben der Kirche.

Die katholischen Schulen nehmen aktiv teil an der kulturellen und sozialen Gestaltung des gesellschaftlichen Umfeldes, insbesondere im Stadtteil.

Die katholischen Schulen in Hamburg sind staatlich anerkannte Schulen. Sie sind in das öffentliche Schulwesen integriert und arbeiten eng mit den staatlichen Schulen und Behörden zusammen, ohne deshalb ihre pädagogische, inhaltliche oder christliche Besonderheit aufzugeben. Alle Abschlüsse sind staatlich anerkannt.

Das Erzbistum und der Schulträger sehen sich gemeinsam in der Verantwortung für die katholischen Schulen in Hamburg. Um die Zukunft der katholischen Schulen sicherzustellen, geht es allen darum, verantwortlich und sorgsam mit den von Staat und Kirche zur Verfügung gestellten Ressourcen umzugehen. Dieser Ressourcenverantwortung entsprechen transparente, klare Organisations- und Entscheidungsstrukturen.

In Kraft gesetzt durch Erzbischof Dr. Ludwig Averkamp im Januar 2002.